H²O

Süß- und Meerwasseraquaristik

[HIER FOLGT EIN BILD]

Nach dem ich mir hier als Aquarienliebhaber geoutet habe, nun zum Hobby selbst. Da wie so oft auch diese sehr interessante Freizeitbeschäftigung von Vorurteilen geprägt ist, möchte ich für die Kenner eine Lanze brechen. Zum einen hat nicht jeder einen verwinkelten dunklen Raum, den sogenannten “Aquarienkeller” und zum anderen ist es nicht halb so schwer, so teuer, so zeitintensiv wie immer behauptet wird. Ich persönlich kann mir vorstellen, dass diese Gerüchte oft auf Grund von falscher Beratung, magelhafter Ausstattung und grauenhaft ausgebildetem Personal beim sogenannten Fachhändler. Es sei dazu gesagt, dass auch ich so die eine oder andere schlechte Erfahrung machen musste um so einfach und unkompliziert meine beiden Aquarien genießen zu können. Wie ich gerade schon erwähnt habe, besitze ich 2 derzeit aktive Aquarien, eins als “normales” Süßwasserbecken und das zweite ist derzeit noch am “einlaufen” und ist ein waschechtes Meerwasseraquarium. Ein drittes Becken steht einsam und alleine draußen auf der Terasse, es passte einfach nicht in das neue Haus und somit fristet es derzeit sein Dasein ohne Wasser und Bewohner. Im alten Haus hatte ich 1000 Liter im Wohnzimmer stehen, es war riesig, aber leider stand es einsam und unbeachtet die meiste Zeit herum. Im neuen Haus ist es der Blickfang in der Essecke, auf Tischhöhe sind die feuchten Mitbewohner immer live dabei. Das neue Salzwasserbecken ist mein lang gehegter Traum vom salzigen Nass im Glas. Derzeit fassen beide Becken zusammen ca. 700 Liter , die Aufteilung ist folgendermaßen gewählt, 540 Liter Süß- und 160 Liter Meerwasserbecken.

Zu den Becken:

1. Beckengröße: 540 Liter Süßwasser (Barschbehausung)

[HIER FOLGT EIN BILD]

2. Baujahr: 2009 (Terrarienbau Hohls – Bergen / NI Internetseite )

Wir haben uns für ein neues Becken entschieden, den Grund dafür kann man in den Abmaßen finden. Es ist 2,0m x 0,45m x 0,6m groß und bot somit gerade einmal die Hälfte des alten Beckens. Ein weiterer Aspekt war die Garantie das wir trockene Füße behalten. Das alte Becken war aus dem Bestand eines aufgelösten Aquarienladens gekauft worden und war bzw. ist mit transparenten Silikon verklebt. Da ich viel darüber gelesen habe und mir die Aquarienbauer die Gewissheit gaben, dass diese Becken eine geringere Garantie auf Dichtigkeit aufweisen, war der Schritt zum Glasermeister Hohls ein leichter. Schnell und unkompliziert und am Tag der Abholung noch ein Extrawunsch eingebaut. So muss das sein. Der Preis war durchaus akzeptabel und lag mit allem drum und dran bei knapp 250€. Die Verarbeitung ist warlich meisterhaft, alles sauber verklebt, keine scharfen Kanten, polierte Stöße und super Glas rundeten den Eindruck ab.

3. Zur Technik:

  • 2 Filter vom Typ JBL CP-500 a 23W
  • 1 EHEIM Diffusor
  • 1 T5 Leuchtbalken GLO 2x 54W
  • 1 Heizstab vom Typ  JBL PRO Temp S300 mit 300W
  • 1 Umwälzpumpe ca. 500L – Schild weg, zu alt ;)

[HIER FOLGT EIN BILD]

Diese Kombination von ausgereiften Produkten ermöglicht es mir mehr Zeit vor als im Aquarium zu verbringen. Ich denke das ist auch was mein Becken so problemlos am Leben erhält. Ich habe durch die lange Stehzeit der beiden Außenfilter kaum bzw. gar keine Algenprobleme. Die Wasserwerte sind stabil und die Temperatur trotz zu kleinem Stabheizer konstant. Ich habe ein wöchentlichen Wasserwechsel von ca. 8-10%  zum Ritual gemacht, kaum bin ich Freitag daheim, Schlauch an die Strömungspumpe, bis “zum Strich” raus und wieder rein. Voilá. Viele die das jetzt lesen, schlagen die Hände über dem Kopf zusammen, wie auch immer, ich pflege so mein Becken seit geraumer Zeit sorgen- und viel wichtiger noch verlustfrei (altersbedingte Ausfälle excl.) Gerade der Einsatz des Diffussors war Anfangs etwas von Skepsis begleitet, wie kann so ein kleines Teil wirklich was bringen? Die Frage stellte sich mir eher beim Kaufpreis. Die Firma EHEIM ist nicht nur für Made in Germany bekannt, sondern auch für saftige Preise. Was sich mir aber nach ein paar Wochen zeigte, Investition (ca. 7,50€ beim Landfuxx in Munster) geglückt. Wasser ist klar, Fische sind munter und die Wasseroberfläche ist frei uns kann tief durchatmen. Anfangs legte ich eine besonderes Augenmerk auf den pH-Wert, konnte mich aber vergewissern, das Experiment war geglückt. Ich betreibe diesen Diffussor an einem der beiden CP-500. Die so eingespülten O² Bläschen, sorgen für ein duftes Klima im Becken, die Algen haben da keine Lust drauf und verschwinden als positiver “Nebeneffekt”.

Reinigung: Ich habe bereits geschrieben, dass ich ca. 10% vom Wasser einmal wöchentlich wechsel, nebenbei mit dem Scheibenmagnet durch die groben Steine an der Frontscheibe, dann mit der Hand durch den feinen Kies und weg sind die kleinsten Spuren von Schmutz im Sichtbereich. Bitte bei Euch drauf achten, dass Eurer Scheibenmagnet nicht die feinen Kiesel aufnimmt und Eurer schönen Frontscheibe ein mattes Finish gibt. Da durch die Absaugung und die intakten Filter, dass aufgewühlte Material gleich den Weg aus dem Becken findet habe ich wieder eine Woche Ruhe und Sorge mich höchstens um meine Futtervorräte.

Fütterung: Ich verfolge da meiner Erfahrung nach ein einfaches und simples Prinzip. Fische fressen bis sie platzen, ihr kleiner Magen vertausendfacht die Menge und scheißt alles in Unmengen wieder aus. Das Prinzip sollte jeder kennen. Wir Menschen haben Glück, wir ziehen die Spülung und fertig ist es, sorry wir machen nebenbei noch ein Fenster auf. Leider haben unsere Pfleglinge nicht soviel Glück und ersticken bei unsachgemäßer Fütterung an ihrer eigenen Scheiße. Um das zu verhindern bedarf es einer klaren und eher knappen Fütterung. Was ich persönlich an der Menge spare, dass stecke ich lieber in die Qualität und die Abwechslung. Bei mir bekommen meine “Insassen” drei Sorten Trockenfutter (Flocken, Granulat und Tabletten) und ebenfalls drei verschiedene Frostfutter (PETMAN – Red Extreme, Cichliden Combi und Tubifex). Beim Trockenfutter gibts einmal pro Woche Tabs, geht während der Nacht direkt an den Grund des Beckens und wird dort nicht primär von den Barschen gefressen. Das Frostfutter gebe ich in Rotation der Sorten,  zwei bis drei mal pro Woche  jeweils eine Portion (gem. Blister) ins Becken. Das Flockenfutter bekommen die Fische drei bis fünf mal in der Woche und das Granulat geht direkt in den Schlund meiner Red Parrots. Um das Verhalten der Fische beobachten zu können, setze ich die Fütterung auch mal 2-5 Tage aus. Keiner meiner Lieblinge ist es bisher dadurch an den Kragen gegangen, eher wurde die Lebenserwartung z.B. meiner Red Parrots bzw. auch der Dornenwelse deutlich erhöht. Ich habe die Tiere schon seit über 8 Jahren.

Fortsetzung folgt……. (22.12.09)

Meerwasseraquaristik

Hier findet Ihr demnächst alles zum salzigen Nass.

Eine Antwort auf H²O

  1. Pingback: Lowcis way to nowhere! » Mein Miniriff – Lowcis Meerwasserbecken

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

*


Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>